Aktiv älter werden im Landkreis Freising

– 12 – Soziales Die Sozialstation ist ein wichtiger Baustein im sozialen Gefüge der Ge- meindeNeufahrn:Kranke und pflege- bedürftige Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde und deren Familien er- halten hier vielseitige Unterstützung. Als sie im Jahr 1991 eröffnet wurde, geschah dies in winzigen Räumen und es gab gerade einmal eine Pfle- gekraft, eine Aushilfe und eine Ver- waltungsmitarbeiterin. Inzwischen konnte die Sozialstation längst in ein eigenes Gebäudemitten imOrts- zentrum ziehen, und ihr Angebot ist enorm gewachsen. Ziel ist es, Klien- ten, die Alten- und Krankenpflege benötigen, individuell und nach ih- ren Bedürfnissen zu Hause in ihrer gewohntenUmgebung zu versorgen und zu pflegen. Ein wichtiges Angebot ist demzufol- ge die ambulante Pflege in den ei- genen vier Wänden der Klienten, aber auch deren Angehörige finden fachkundige und individuelle Bera- tung. Während der Urlaubszeit oder eines Krankenhausaufenthaltes eines pflegenden Angehörigen bietet die Sozialstation im Rahmen der Verhin- derungspflege eine 24-Stunden Be- treuung zuHause. Auch für die haus- wirtschaftliche Versorgung findet man hier Unterstützung. Eine warme Mahlzeit ist wichtig für die Gesundheit. Dafür sorgt das Angebot „Essen auf Rädern“. Der„SenTa“ (Seniorentagestreff) rich- tet sich an diejenigen, die so langewie möglich in den eigenen vierWänden leben möchten. Sie finden dort lie- bevolle Betreuung, Unterstützung, Abwechslung und Unterhaltung. Ein Fahrdienst holt die Senioren zuHause ab und bringt sie auchwieder zurück. Über der „SenTa“ befindet sich das „Betreute Wohnen“ der Sozialstati- on. Wer dort einzieht kann neben ei- nem Grundservice je nach eigenem Bedarf Unterstützung und Betreuung buchen. AchtWohnungen stehenhier zur Verfügung. Ein weiteres Standbein der Sozial- station ist die Kleiderkammer. Dort können Menschen mit schmalem Geldbeutel sehr günstig Bekleidung und Hausrat einkaufen. Die Sozialstation ist aus der Gemeinde Neufahrn nicht mehr weg zu denken. Dass sie einst überhaupt gegründet werden konnte, ist einer ungewöhnli- chen Konstellation zu verdanken:Die Einrichtungwird von der katholischen und der evangelischen Kirche sowie der politischen Gemeinde getragen, außerdemgibt es einen Förderverein. Aber auch viele Firmen und Bürger unterstützen die Sozialstation mit ihren Spenden. Vor 14 Jahren wurde eigens das „Adventsstandl“ ins Leben gerufen: Ein Teamvon 15 Ehrenamtli- chen verkauft zweiWochen lang Brat- wurst-Semmeln, Stollen, Glühwein und Kinderpunsch. Der Erlös dieser Aktion kommt der Sozialstation zu- gute. Durch diese finanzielle Unter- stützung kann die Sozialstation ihrem Motto treu bleiben: „Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben“. Die Sozialstation findet man am Fürholzer Weg 8 in 85375 Neufahrn. Telefon: 0 81 65/47 89 Die Neufahrner Sozialstation „Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben“ Beate Frommhold-Buhl, Sozialreferentin der Gemeinde Neufahrn

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