Aktiv älter werden im Landkreis Freising

– 24 – Wissenswertes zum Thema Gesundheit E in gesunder Lebensstil und eine frühzeitige Behandlung können Leben verlängern oder gar retten. Beim Seniorentreff der Gemeinde Langenbach gab Dr. Roland Brückl, Chefarzt der Kardiologie und Pneu- mologie des Klinikums Freising, Tipps und Erläuterungen, wie man sein Herz außer Gefahr bringt.  „Viele Menschen wissen gar nicht, dass ihr Herz erkrankt ist“, warnte Chefarzt Dr. Roland Brückl in seinem Vortrag zur Herz-Kreislauf-Prävention imBürgersaal Langenbach. Häufiges Herzrasen, Herzstolpern oder eine schnell auftretende Kurzatmigkeit bei Belastungen könnten gerade bei älterenMenschen deutlicheWarnhin- weise sein, dass eine Herzschwäche vorliege und imExtremfall ein Infarkt drohe. „Sie dürfen solche Probleme nicht auf die leichte Schulter neh- men oder sie einfach nur dem Alter zuschreiben!“, ermahnteDr. Brückl die rund 90 Zuhörer. Diese waren kürz- lich auf Einladung des Arbeitskreises 55Plus und der Seniorenarbeit des Pfarrverbandes Langenbach-Ober- hummel gekommen, um sich über aktuelle Gesundheitsthemen zu in- formieren. Organisiert hatten die Ver- anstaltung die Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Traudl Strejc, und der Seniorenreferent imGemeinderat Dr. Elmar Ziegler. Grußworte gab es zu- demvon Langenbachs 1. Bürgermeis- terin Susanne Hoyer. Nur eine ärztliche Untersuchung kann bei Herzbeschwerden Klarheit schaffen, erklärte Dr. Brückl. Dazu stehen heute eine Vielzahl an Un- tersuchungsmöglichkeiten zur Ver- fügung: Von einer Ultraschallunter- suchung des Herzens (EKG) über eine Untersuchung der Blutwerte oder eine Röntgenaufnahme der Lunge bis hin zur Diagnostik der Herzinsuf- fizienz durch eine Herzkatheter-Un- tersuchung oder einen Funktionstest der Lunge. Sie alle könnenAufschluss geben, wie gut der Herzmuskel noch arbeitet und ob beispielsweise die Herzkranzgefäße das Organ ausrei- chend durchbluten. Sollte sich dann einHerzproblembewahrheiten, gebe es eine ganze Reihe erprobter me- dizinischer Verfahren und Eingriffe, wie zum Beispiel die mechanische Aufweitung verstopfter Blutgefäße, ein Vorhofohrverschluss oder den Herzschrittmacher. Vor allem aber betonte der Experte, dass viele Herzprobleme auf einen falschen Lebensstil zurückzuführen sind. So gilt ein zu hoher Blutzucker- gehalt als einer der größten Risiko- faktoren. In einer angeregten Frage- und Diskussionsrunde ermutigte er daher die Senioren, auch imAlter auf eine gesunde Ernährung und regel- mäßige Bewegung zu achten. Selbst wennman bereits einen Infarkt erlit- ten habe, sollteman sich nicht zu sehr schonen, sondern aktiv bleiben. Bei je- dermerklichen gesundheitlichenVer- änderung sollteman sofort reagieren und auch den Notruf nicht scheuen.  Sascha Alexander Presse und Öffentlichkeitsarbeit Klinikum Freising GmbH Wenn das Herz in Gefahr ist Langenbach: Herz-Kreislauferkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Dr. Roland Brückl, Chefarzt Kardiologie und Pneumologie des Klinikums Frei- sing, Traudl Strejc, Seniorenbeauftragte der Gemeinde Langenbach, Dr. Elmar Ziegler, Seniorenreferent im Gemeinderat Langenbach. (von links) Foto: Klinikum Freising.

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