Aktiv älter werden im Landkreis Freising

– 25 – Wissenwertes zum Thema Gesundheit Beratung und Versorgung von Menschen mit Sehbeeinträchtigung und Sehbehinderung Die Anzahl der Betroffenen mit Au- generkrankungen, wie z.B. die al- tersbedingte Maculadegeneration (AMD) oder auch die diabetische Retinopathie, die durch eine Zucker- krankheit hervorgerufene Netzhaut- erkrankung, steigt leider stetig. Prog- nosen gehen davon aus, dass in naher Zukunft jede 5. Person an einer Seh- behinderung leiden wird. Hilfe ist möglich! Das digitale Zeitalter hat auch in der Augenoptik Einzug gehalten: Es gibt eine ganze Reihe von elektronischen Lupen mit unterschiedlichem Kom- fort in verschiedenen Größen. Dies erleichtert den Alltag der Betroffe- nen erheblich. Elektronik allein ist jedoch nicht die Lösung. Wir Men- schen sind Individuen mit mannigfa- chen Bedürfnissen. Geht es demeinen darum, sein Kreuzworträtsel wieder täglich lösen zu können, möchte der andere endlich mal wieder einen Spaziergang ohne massivste Blen- dungserscheinungen machen. Auch das Fernsehen solltemal wieder nicht nur noch ein Fernsehhören, sondern auch ein wirkliches FernSehen sein! Im Restaurant die Speisekarte selbst lesen zu können, gehört eigentlich zur Selbstverständlichkeit. Verlassen Sie sich nicht auf die ein- fachste Lösung, irgendeine elektro- nisch Lupe vorgelegt zu bekommen, sondern vereinbaren Sie einen Termin zur sogenannten Low Vision-Unter- suchung. Nach einer ausführlichen Anamnese werden die Sehleistung und Stärke der Situation gerecht ver- messen und der Vergrößerungsbe- darf ermittelt. Im Anschluss erfolgt die Erprobung möglicher Hilfsmittel. Um den Be- troffenen helfen zu können und eine optimale Versorgung zu gewähr- leisten, bedarf es einer zusätzlichen Qualifikation in der Augenoptik. Der sogenannten LowVision Rehabilitati- on (Low=wenig;Vision = sehen; Low Vision = Sehbehinderung). Hierbei spricht man von Menschen, die eine Sehleistungmit Brille von unter 30% haben. Aber auch Personenmit einer beeinträchtigten Sehleistung (Visus) benötigen zur herkömmlichen Brille bereits weitere Hilfen. Der Low Vision Kreis e.V. ist ein Netz- werk von LowVision-Augenoptikern, die nicht nur stetige Fortbildung leis- ten, sondern auch stets ein äußerst großes Sortiment an Hilfsmitteln vor Ort haben. Weiter haben sich dieMit- glieder verpflichtet, Hilfsmittel, die nicht extra angefertigt werden müs- sen, zur häuslichen Probe mitzuge- ben. Somit werden Fehlkäufe vermie- den. Informationen finden Sie auf: www.low-vison-kreis.de Robert Fetzer (Augenoptik Fetzer, Moosburg) hat sich bereits seit 1998 auf dieses Gebiet spezialisiert und hat den Low Vision Kreis e.V. mitgegrün- det. Zwölf Jahre lang war er dessen 1. Vorsitzender. Immer wieder muss erst einmal psy- chologische Arbeit geleistet werden, wenn die Aussagen getroffen wur- den: „Bei Ihnen kann man eh nichts mehr machen“ oder „Sie werden eh blind“. Aber es gibt immer Hilfe! Da- her ist es umso wichtiger, den richti- gen Ansprechpartner aufzusuchen. Selbstverständlich arbeiten wir mit den behandelndenAugenärzten und Augenkliniken zusammenund erstell- ten für Sie die Kostenvoranschläge bei der Krankenkasse. Trotzmassiver Kür- zungen bei den Leistungen, besteht immer noch die Möglichkeit zuzah- lungsfreie Hilfsmittel zu bekommen. Dazu berät Sie der LowVision-Spezia- list ausführlich. Damit wir uns ausrei- chend Zeit für Sie nehmen können, ist eine Terminvereinbarung zwingend erforderlich und eine Begleitperson wünschenswert. Terminvereinbarung unter: Telefon 0 87 61/24 28

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