Aktiv älter werden im Landkreis Freising

– 32 – Freizeit Übergewicht und die zunehmende Verbreitung von sog. Zivilisations- krankheiten wie Diabetes und Blut- hochdruck sind ein zunehmendes Problem westlicher Gesellschaften. Regelmäßige Bewegung trägt dazu bei, dieser verhängnisvollen Entwick- lung entgegenzuwirken. Wer Rad fährt, ist körperlich aktiv, bringt da- durchHerz und Kreislauf in Schwung, verbessert seine Ausdauer, verliert leichter überflüssige Pfunde und stärkt sein Immunsystem. Dabei braucht man nicht den Teil- nehmern der Tour de France nach- zueifern, um von den gesundheit- lichen Vorteilen des Radfahrens zu profitieren. Zur präventiven Gesund- heitsförderung empfiehlt die Welt- gesundheitsorganisation (WHO) 150 Minuten moderate bzw. 75 Minuten intensive ausdauernde körperliche Aktivität pro Woche. Damit wird das Auftreten u.a. von Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel- und Krebserkrankun- gen um bis zu 50% reduziert. Dabei soll die Dauer der sportlichen Betäti- gungmindestens 10Minuten andau- ern. Die Behauptung, dass ab einem bestimmten Alter oder jahrelanger Bewegungsabstinenz körperliche Aktivität keinen Mehrwert bringt, ist schlicht falsch. Radfahren ist besonders geeignet, um etwas für seine Fitness und seine Gesundheit zu tun. Es ist gelenkscho- nend, man kommt an die frische Luft, kann körperliche Aktivität mit der Be- wegung alltäglicherWege verbinden und muss für ein Workout nicht Mit- glied eines Fitnessstudios werden. Dabei ist nicht die Intensität, sondern vielmehr die Häufigkeit des Fahrens ausschlaggebend. Bereits 30Minuten Radfahren am Tag könne laut WHO das Leben um acht gesunde Lebens- jahre verlängern. Bewegung fördert die Verkehrssicherheit – vor allem im Alter Mit zunehmendem Alter nehmen die motorischen Fähigkeiten ab. Das bedeutet, dass die Steuerungs- und Funktionsprozesse, die die Körperbe- wegung ermöglichen, in ihrer Funk- tion nachlassen. Die Einschränkung der Beweglichkeit in Verbindung mit einer altersbedingten Verlang- samung der Reaktionszeit können im Straßenverkehr Unfälle begünstigen. Etwa, weil der wichtige Blick über die Schulter nichtmehr richtig ausgeführt Radfahren – Fitness für jedes Alter werden kann oder auf ein plötzlich auftretendes Hindernis nicht mehr ausreichend schnell mit einem Aus- weichmanöver reagiert werden kann. Dem fortschreitenden Verlust moto- rischer Fähigkeiten kann jedoch ent- gegengewirkt werden. Studien zeigen, dass die motorische Leistungsfähigkeit bei sportlich ak- tiven Personen höher ist als bei in- aktiven. Das Trainieren der Motorik durch regelmäßige Bewegung ist bis ins hohe Alter möglich und sinnvoll. Sportliche Aktivitäten wie Rad- und Pedelec-Fahren können die motori- sche Leistungsfähigkeit fördern, die Reaktionszeit verbessern und für mehr Beweglichkeit sorgen – und damit nach Expertenmeinung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen. Quelle: VCD Verkehrsclub Deutschland e.V. © Alexander Rochau | stock.adobe.com

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