Aktiv älter werden im Landkreis Freising

– 34 – Wer ein neues Rad kaufen möchte, sollte sich im Fahrradhandel beraten lassen. Dort gibt esmeist auch die Ge- legenheit zu einer Probefahrt, denn erst in Bewegung sieht man, ob das Rad auch wirklich hält was die Optik verspricht. Zusätzliche Informationen bekommt man bei der Stiftung Wa- rentest oder demAllgemeinenDeut- schen Fahrradclub (ADFC). Darüber hinaus kann ein Blick in Fahrradzeit- schriften bei der Auswahl des eigenen Wunsch-Rades helfen. Was erwarten Sie von einemRad, das z.B. für Ausflug, Einkauf und Alltag tauglich sein soll? Zunächst einmal sollte es zuverlässig undmitmöglichst wenig Wartung auskommen. Hoch- wertige – und meist etwas teurere – Räder bieten hier an vielen Bauteilen Qualität, die lange Jahre zuverlässig funktionieren wird. Eine Rücktritt- bremse ist einfach und funktionell, aber auch hydraulisch betätigte Fel- genbremsen kommen mit einemMi- nimum an Wartung aus. Ob Sie einen bequemen, offenen Rahmen mit tiefem Durchstieg oder einen – meist etwas stabileren – ge- schlossenen Rahmenwählen, sollten Sie entsprechend der eigenen Beweg- lichkeit entscheiden. Wichtig ist, dass der Rahmen passt. DieWahl der Rahmenhöhe hängt von der Schritthöhe und der gewünschten Sitzhaltung ab. Ältere Menschen be- vorzugen in der Regel einen etwas hö- heren Lenker, der zu der aufrechten Sitzhaltung führt. Wer sich nicht voll- kommen sicher fühlt, sollte den Sattel so einstellen, dass er beim Anhalten mit beiden Füßen auf die Erde kommt – auchwenn für einen effektiven und flüssigen Tretvorgang der Sattel aus ergonomischenGründen eher etwas höher stehen müsste. Eine Federung macht das Fahrrad zu einer komfortablen Sänfte. Sie schont den Rücken, bringt aber auch zusätzliche Kosten und Gewicht so- wie gegebenenfalls erhöhten War- tungsaufwand. Wer nicht unbedingt querfeldein fahren möchte, kommt vielleicht auch ohne Federung aus, wenn er etwas dickere Reifen mit entsprechenden guten Federungs- eigenschaften wählt. Eine gefederte Sattelstütze ist ein guter und kosten- günstiger Kompromiss. Schließlich stehen noch ein stabiler Hinterbau- oder Zweibeinständer, ein guter, also belastbarer Gepäckträger und eine zuverlässige Lichtanlage auf derWunschliste. Dann sollte Ihr neues Rad komplett sein. Dann gibt es natürlich Fahrräder mit Hilfsantrieb. Dank moderner Tech- nik sind sie heute unkompliziert, leise und effektiv. Ein elektrischer Antrieb versieht unauffällig in den Radnaben oder unter dem Tretlager seinen Dienst. Leichte Akkus mit Li- thium-Technik haben sich inzwischen bei fast allenModellen durchgesetzt. Meist kann der Fahrer je nach Bedarf zwischen einer mehr oder weniger intensiven Verstärkung der eigenen Pedalkraft oder vollständigem Elek- troantrieb wie beimMoped wählen. Die Reichweite der Akkus hängt stark von der Wattzahl und den Einsatz- bedingungen ab. Dannmuss der Akku geladenwerden. Dazumuss man ihn meist aus dem Fahrrad herausneh- men. Wegen der großen Unterschie- de, die es bei den einzelnenModellen gibt, sollteman sich vor demKauf un- bedingt imFachhandel beraten lassen undmehrere Fahrradtypen inAugen- schein nehmen. Unterwegs mit dem Rad Zwei Räder, Sattel, Pedale, Lenker: im Prinzip sieht ein Fahrrad heute ähnlich aus wie vor hundert Jahren. Tatsächlich gibt es aber viele Dinge, die den Komfort und die Sicherheit des Rades erhöhen. Auszug aus „Ein Leben lang sicher mobil“ vom DVR Deutscher Verkehrssicherheitsrat Freizeit

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