Aktiv älter werden im Landkreis Freising

Manche denken schon sehr früh da- rüber nach, andere fangen damit an, wenn sich das Berufsleben dem Ende zuneigt, der 60. Geburtstag naht oder der Ruhestand schneller als erwar- tet eingetreten ist – doch irgend- wann steht wahrscheinlich jeder äl- tere Mensch vor der Frage:War’s das jetzt? Keine Verpflichtungen mehr, jeden Tag ausschlafen, sozusagen 365 Tage im Jahr Urlaub? Für viele lautet die Antwort: Lieber nicht. Manche Frauen und Männer haben schon in jungen Jahren ein passendes Ehrenamt gefunden, das sie auch im Ruhestand weiter betreiben möch- ten. Die einen sind schon seit ihrer Teenagerzeit bei der Freiwilligen Feu- erwehr, haben in ihrem Lieblingsver- ein ein Amt übernommen, bringen als erfahrene Fahrzeuglenker die Ju- gendlichen des Ortes nach demAus- gehen sicher nach Hause oder hel- fen bei der Hausaufgabenbetreuung. Doch es gibt auch eine Reihe von Männern und Frauen, die nach dem Ende ihres aktiven Berufslebens neue Pfade beschreiten wollen, aber noch nicht so recht wissen, wie sie das an- stellen sollen. Manchen wollen eh- renamtlich weitermachen, was sie im Job jahrelang beschäftigt hat und was sie gut können – nur jetzt eben reduziert, auf einige Stunden be- grenzt, ohne die täglichen Verpflich- tungen. Manche wollen etwas ganz Neues ausprobieren – das Hobby in- tensivieren, sichmit Kindern beschäf- tigen, Jugendlichen unter die Arme greifen, bei den Tafelnmitarbeiten… Der ideale Ansprechpartner für alle Unentschlossenen: Der Treffpunkt Ehrenamt der Stadt Freising. Leiterin Johanna Sticksel nimmt sich für die Interessenten so viel Zeit wie nötig, um das ideale Ehrenamt zu finden. Mit Hilfe eines Fragebogens klopft sie zunächst ab, welche Rah- menbedingungen die zukünftige Aufgabe erfüllen soll: Wie viel Zeit soll investiert werden? Wann und wo? Für welches Betätigungsfeld schlägt das „Herz“ des künftigen Eh- renamtlichen? Nicht selten passiert es dann während des Gesprächs, dass die Bürgerinnen und Bürger zwar mit bestimmten Vorstellungen zur Be- ratung gekommen sind – dann aber auf ein ganz anderes Betätigungs- feld stoßen, an dem sie jahrelang viel Freude haben. Der Fragebogen wird in eine Datenbank eingegeben – und kurze Zeit später bekommen die In- teressenten die ersten Vorschläge für ihr künftiges Ehrenamt. Das Feedback, das Johanna Sticksel und ihr Teambekommen, ist beinahe ausnahmslos positiv. Die Ehrenamt- lichen freuen sich über neue, erfül- lende Aufgaben, sie bekommen An- erkennung, lernen neue Menschen kennen, ihre Tage haben plötzlich wieder Struktur – kurzum: sie erleben Freude und Glück. Denn, so berichten zahlreiche engagierte Freisingerin- nen und Freisinger: „Wer etwas gibt, bekommt noch viel mehr zurück. Das Leben wird einfach reicher.“ Wer sich einen Überblick über die Möglichkeiten ehrenamtlichen En- gagements in Freising verschaffen will, kann vorab stöbern auf der Web- seite www.treffpunkt-ehrenamt.frei - sing.de. Interessierte können aber auch gerne einen Beratungster- min vereinbaren, per Telefon unter (08161) 5445252 oder mit einer Mail an: treffpunkt-ehrenamt@freising.de . Ehrenamtliches Engagement – in jedem Alter Wer etwas gibt, bekommt noch mehr zurück – 42 – Ehrenamt & Engagement

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